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Warenkunde

Pasta – vielseitige Teigwaren

Wir verdrücken davon mehrere Kilo pro Jahr, am 25. Oktober hat sie ihren eigenen „Feiertag“ und seit 2005 hat sich sogar eine Pseudo-Religionsgemeinschaft um sie gebildet: Die Rede ist von Pasta! Als schnell zubereitete Speise sind Nudeln bei Groß und Klein beliebt und sowohl in ihren Formen als auch in ihren Saucen-Kombinationen sehr vielseitig.

Pasta, Nudeln oder Teigwaren?

Pasta ist der Name für italienische Nudeln, die traditionell aus Hartweizengrieß, Salz und Wasser hergestellt werden. Umgangssprachlich werden Nudeln auch Teigwaren genannt, aber nicht alle Nudeln sind Teigwaren. Teigwaren sind Produkte aus gemahlenem Getreide, Wasser, Salz und eventuell Ei. Als Nudeln können jedoch auch längliche Teigstücke aus Kartoffelteig oder Hefeteig, die in Fett oder im Backrohr gebacken werden, bezeichnet werden. Umgekehrt sind aber auch nicht alle Teigwaren – wie etwa Spätzle – Nudeln.

Inhaltsstoffe & Nährwert

Traditionell ist Pasta ein Weizenprodukt, obwohl es mittlerweile auch glutenfreie Nudeln aus anderen Getreidesorten wie Mais und Reis gibt. Pasta ist wegen der enthaltenen Kohlenhydrate sehr sättigend, hat aber zu Unrecht den Ruf als Dickmacher – das gilt eher für die Saucen, mit denen Pasta kombiniert wird. Vor allem Vollkornnudeln enthalten viele Ballaststoffe, die wichtig für die Verdauung sind, Mineralstoffe wie Phosphor, Eisen, Magnesium und B-Vitamine.

Geschichte der Pasta

Pasta-Fans, jetzt heißt es festhalten: Nudeln wurden erstmals gar nicht in Italien erfunden, sondern im Nordwesten Chinas! Dort kochte man bereits vor 4000 Jahren Teigwaren. In Europa kennt man Nudeln etwa seit der griechischen Antike, und auch römische Kochbücher enthielten einige Teigwarengerichte. Von Italien aus trat die Nudel dann auch ihren weltweiten Erfolgskurs an, schließlich haben die Italiener die Pastakultur perfektioniert.

Nudelsorten

Allein in Italien sollen laut Schätzungen ca. 350 verschiedene Nudelsorten existieren, die von Region zu Region unterschiedlich sind. Da verliert man schnell den Überblick, daher eine kleine Hilfestellung, bei der man nur auf die Endung achten muss:

• -elle: breite Nudeln wie Tagliatelle oder Pappardelle
• -ette: schmale oder kleine Pasta wie Lasagnette (kleine Lasagnen-Nudel), oder Orecchiette
• -ine/ini: kleine Pasta wie Spaghettini oder Tortellini
• -oni: große Pasta wie Cannelloni oder Tortelloni

Welche Pasta passt zu welcher Sauce?

Warum es so viele Nudelsorten gibt? Weil die verschiedenen Formen sich jeweils für unterschiedliche Saucen eignen. Lange, dünne Pasta wie Spaghetti passt am besten zu flüssigen Saucen. Dicke Saucen mit kleinen Stücken darin werden hingegen mit breiter, kurzer, gedrehter oder geriffelter Pasta serviert. Hohle Pastaformen sind wiederum perfekt für cremige, schwere Saucen. Italiener nehmen diese Sache übrigens sehr ernst – und würden daher ein Bolognese-Ragout nie mit Spaghetti, sondern mit Tagliatelle, Penne, Fussili oder in der Lasagne servieren.

So wird die Pasta „al dente“

Die Nudeln bissfest – also „al dente“ – zu kochen, ist schon eine kleine Kunst. Damit die Pasta perfekt wird, sollte pro 100 g Nudeln 1 Liter Wasser einberechnet werden. Das Wasser sprudelnd aufkochen, ausreichend salzen (1 TL pro Liter), dann die Pasta hineingeben und die Hitze etwas zurückschalten. Öl kommt keines ins Kochwasser, dafür sollte immer wieder umgerührt werden, damit die Nudeln nicht zusammenkleben. Bei der Kochzeit kann man sich an der Packungsangabe orientieren, aber ohne Probieren wird es nichts mit „al dente“. Nudeln sollten außerdem nicht zu lange gekocht werden, sonst werden sie klebrig. Die fertige Pasta sofort nach dem Abseihen (am besten in einem Kunststoffsieb) in der Sauce schwenken und servieren. Abschrecken mit kaltem Wasser gilt unter Pasta-Kennern übrigens als Unart.

 

Name: Pasta, Nudeln, Teigwaren
Beliebte Nudelsorten: Spaghetti, Fusilli, Penne, Tagliatelle, Makkaroni, Farfalle
Nährwert: pro 100 g Hartweizengrieß ohne Ei ca. 150 Kalorien, Eiernudeln ca. 140 Kalorien, Vollkornnudeln ca. 130 Kalorien
Unser Lieblingsrezept: One-Pot-Pasta

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