Beitrag über den 1. Mai und Maibaumaufstellen von Lidl Österreich
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Einfach Tradition: 1. Mai – Maibaumaufstellen

Der 1. Mai ist nicht nur der Tag der Arbeit, er macht auch eine Menge Arbeit – und zwar den österreichischen Landjugenden und Trachtenvereinen. Die sind nämlich jedes Jahr damit beschäftigt, den Maibaum aufzustellen. In den Städten und Gemeinden herrscht damit wieder echte Volksfeststimmung: Begleitet von Musik, Tanz und Feierlichkeiten, wird der prächtig geschmückte Maibaum in die Höhe gehievt. Bis zum 31. Mai oder Pfingsten zieren die rund 20 bis 30 Meter hohen Bäume viele Hauptplätze. Doch was hat es eigentlich mit dieser Tradition auf sich?

Woher kommt der das Maibaumaufstellen?

Der Maibaum geht womöglich bereits auf heidnisches Brauchtum zurück, womit die Germanen ihre Waldgottheiten verehrten. Schriftlich erwähnt wurde der Maibaum erstmals im Jahre 1230. Im Mittelalter wies er als Rechtssymbol darauf hin, dass die Felder bis zur Ernte nicht betreten werden durften. Später wurde er als „Hexenbaum“ vielerorts verboten. Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch, den Stamm zu entrinden, damit sich keine Hexen darunter verstecken können. Die Amerikanische und Französische Revolution brachten den Maibaum jedoch zurück, und zwar als sogenannten Freiheitsbaum. Auch in Österreich wurden damit das Ende der Feudalherrschaft und die Gründung der Gemeinden gefeiert. Daher ist der Maibaum-Brauch auch heute noch sehr stark lokal geprägt, obwohl der politische Aspekt in den Hintergrund getreten ist. Stattdessen ist volkstümliche Unterhaltung angesagt – und der Maibaum gilt außerdem als Symbol für Fruchtbarkeit und das Leben, das im Frühling wieder mit der Natur erwacht.

Welche Regeln gibt es rund um den Maibaum?

In der Woche vor dem 1. Mai wird eine hohe Fichte, Tanne oder Birke gefällt. Bis auf den grünen Wipfel wird der Baum komplett von Ästen und Rinde befreit. Oft wird der Stamm gewaschen und poliert, damit er möglichst glatt ist. In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai – der sogenannten Walpurgisnacht – wird der Maibaum mit Kränzen, Bändern und Girlanden geschmückt. Auch kleine Figuren und Tafeln sind in manchen Gemeinden zu sehen. Ganz streng ist allerdings folgende Regel zu befolgen: Der Maibaum darf nur mit reiner Muskelkraft aufgestellt werden, wozu lange Stangen zum Einsatz kommen. Mancherorts tanzt man um den aufgestellten Baum den „Brandltanz“. Dabei wickeln die Tänzer farbige Bänder um den Stamm.

Welche Bräuche begleiten das Maibaumaufstellen?

Genauso bekannt wie das Maibaumaufstellen ist das Maibaumstehlen. Unter Nachbargemeinden versucht man, sich gegenseitig den Maibaum zu stibitzen und auszulösen – meist gegen eine Kiste Bier. Damit das nicht passiert, wird der Maibaum bewacht. Vor allem in der Nacht auf den 1. Mai ist höchste Vorsicht geboten. Doch auch fürs Maibaumstehlen gibt es gewisse Regeln, die sich allerdings von Ort zu Ort unterscheiden können. So gilt das „Stehlrecht“ teilweise nur in bestimmten Nächten oder es darf dabei keine Motorsäge im Spiel sein. Rund um den Maibaum gibt es außerdem noch einen weiteren Wettkampf: das Maibaumkraxeln. Dabei versuchen Mutige, Kletterrekorde aufzustellen und vielleicht auch einen Wurstkranz zu erbeuten.

Allen Maibaumkraxlern wünschen wir viel Glück – und allen anderen einen frohen 1. Mai!

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