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Mahlzeit, Österreich!

Das Grüne vom Ei. Zu Besuch bei einem Lidl-Bio-Hühnerbauern

Inmitten der Kalkalpen, umsäumt von Wiesen und Obstbäumen liegt die Heimat von 2.500 Bio-Hennen, die liebevoll gehegt und gepflegt werden. Nichts kann hier treffender sein als der Spruch: „Ich wollt, ich wär ein Huhn…“. Insgesamt 12 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche stehen dem Federvieh zum freien Auslauf zur Verfügung. Aufgeteilt sind die Hennen auf zwei Ställe – einer ist vollautomatisiert und einer ist ein sogenanntes händisches Nest. Betritt man den Vorraum des vollautomatischen Nestes, hört man überraschenderweise … nichts. Denn die Hühner hören uns und verhalten sich ganz still, um zu lauschen. Wir bekommen Schutzanzüge, damit wir keine Viren oder Bakterien auf die Hennen übertragen können. Die gesundheitliche Sicherheit der Tiere hat hier höchste Priorität. Der Bio-Hühnerbauer klopft an die Tür des Stalls. „So bereiten wir die Hühner auf unseren Besuch vor und sie erschrecken nicht“, erklärt er. Kaum sind wir eingetreten, empfängt uns lautes Gegacker und wir werden neugierig beäugt. Der Stall ist groß, hell und bietet viel Platz für die hier lebenden 1.750 Hennen. Das Schönste an ihrem Stall ist der „Wintergarten“. Ein überdachter und mit frischem Heu ausgelegter Bereich, der über eine kleine Stufe hinaus ins Freie führt. Auf eine Wiese, die mit Obstbäumen gesäumt ist. Im Sommer spenden diese nicht nur Schatten, sondern bieten auch Schutz vor Raubvögeln.

In der Mitte des Stalls, auf einer Erhebung, befindet sich eine Art Haus. In diesem liegt, auf einem Förderband, ein Netz mit Einstreu. Die Hühner können sich ungestört in das Nest begeben, es sich gemütlich machen und in Ruhe ihr Ei legen. In der Früh kommt dann der Bauer, lässt das Netz im Legehaus langsam und automatisiert spannen, die Hennen gehen aus dem Nest und die Eier werden vorsichtig über das kleine Förderband nach draußen gefahren. Nur 1,5 Stunden braucht man zu zweit jeden Morgen, um die Eier einzusammeln. Insgesamt 1.600 Eier legen die fleißigen Hennen in diesem Stall jeden Tag. Im sogenannten händischen Nest haben es sich 750 Hühner gemütlich gemacht. Hier werden die Eier nicht mit einem automatischen Förderband aus dem Nest gefahren, sondern mit der Hand einzeln ausgelesen. Insgesamt 160 Legenester, aus Holz gezimmert, säumen die Wände des ehemaligen Rinderstalls. Plötzlich keimt lautes Gegacker einer Henne im Nest auf. Der Bauer streichelt sie und zeigt uns das frisch gelegte Ei der Henne. Hier ist das Tier nicht einfach Einkommensquelle, sondern Teil einer Passion zur Natur, den Lebewesen und biologisch wertvollem Essen. Im kleineren Stall werden täglich 620 Eier gelegt. Jedes Huhn legt zehn Tage lang jeden Tag ein Ei, dann macht es einen Tag Pause, um dann wieder für zehn Tage voll durchzustarten.

Haltungsarten für Legehennen in Österreich (zu erkennen am Stempel auf dem Ei):

0 = Bio. Einem Bio-Huhn stehen 10 m2 freie Auslauffläche in der Natur zur Verfügung und es muss mit biologischem Futter gefüttert werden.
1 = Freilandhaltung, die Hennen müssen hier die Möglichkeit zum Auslauf auf einer Wiese haben.
2 = Bodenhaltung. Hierbei sind die Hennen nur im Stall, werden dort aufgezogen und bleiben auch dort.

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